Hochleistungsstrecke Wien – Salzburg
Güterzugumfahrung St. Pölten – Abschnitt Ost
Baulos 1 – Bf. Pottenbrunn
Baulos 2 – Knoten Wagram
Baulos 3 – Stadteinfahrt St. Pölten
Die Güterzugumfahrung St. Pölten ist Bestandteil des viergleisigen Ausbaus der Westbahn im Abschnitt Wien – Wels und schließt im Osten sowohl an die Neubaustrecke Wien – St. Pölten als auch an die Westbahnstrecke im Bereich Bf. Pottenbrunn und im Westen an die Einfahrt St. Pölten Ost an.
Im „Knoten Wagram“ erfolgt die Verknüpfung der Westbahn – Bestandsstrecke (HL-Strecke 2) sowie die Neubaustrecke Wien – St. Pölten (HL-Strecke 1) mit der Güterzugumfahrung St. Pölten. Um eine niveaufreie Verknüpfung der beiden HL-Strecken mit der Güterzugumfahrung zu ermöglichen, wird die Westbahn-Bestandsstrecke im Knotenbereich abgesenkt und unterworfen. Ebenso wird das Gleis 9 der Neubaustrecke Wien – St. Pölten unter den Gleisen 3 und 4 mittels Unterwerfung im Knoten Wagram hindurchgeführt. Die Gleise 3 und 4 werden in einem Rechtsbogen, in die Parallellage zu den Gleisen 1 und 2 westlich der S33 geführt. Die nunmehr 4-gleisige Anlage bildet die Einfahrt zum Bahnhof St. Pölten.
Um Platz für die Anordnung eines Inselbahnsteiges im Bahnhof Pottenbrunn zu schaffen, wurden die durchgehenden Hauptgleise (Gleis 1 und Gleis 2) gegenüber dem Bestand entsprechend aufgeweitet und die Gleise 5 und 6 parallel dazu angeordnet. Der neugestaltete Bahnhof Pottenbrunn bildet aufgrund der am Westkopf situierten Gleisverbindungen mit dem im Westen angrenzenden Knoten Wagram bis zum Bf. St. Pölten Hbf. eine betriebliche Einheit (Bahnhof Knoten Wagram) wobei die Einfahrsignale des angrenzenden Bf. St. Pölten Hbf. im Bereich der Güterzugumfahrung St. Pölten liegen. Das Projekt liegt zu 100% im Stadtgebiet von St. Pölten. Bauherstellung erfolgte unter aufrechtem Eisenbahnbetrieb (jeweils 2 Gleisen der bestehenden Westbahn und Haltestelle im Bf. Pottenbrunn). Für die 1. Teilinbetriebnahme wurde eine provisorische 4-gleisige Durchbindung vom Bf. Pottenbrunn zur Stadteinfahrt geschaffen. Teile der Gleise 5 und 6 wurden für diese Provisorien mitgenutzt.
Der Knoten Wagram ist mit Ausnahme der Anbindung der GZU fertiggestellt und in Betrieb.
Zusammenstellung der Gleislängen:
HL-Strecke 1, Gleis 3: 5,235 km
HL-Strecke 1, Gleis 4: 5,220 km
HL-Strecke 2, Gleis 1: 5,846 km (davon 3,248 km Bahnhofsumbau Pottenbrunn unter Betrieb)
HL-Strecke 2, Gleis 2: 5,848 km (davon 3,255 km Bahnhofsumbau Pottenbrunn unter Betrieb)
Gleis 7 b: 0,362 km (Bahnhofsumbau Pottenbrunn unter Betrieb)
Gleis 8 b: 0,202 km (Bahnhofsumbau Pottenbrunn unter Betrieb)
Gleis 1G: 0,087 km (Bahnhofsumbau Pottenbrunn unter Betrieb)
Gleis 2G: 0,053 km (Bahnhofsumbau Pottenbrunn unter Betrieb)
Gleis 10 b: 0,222 km (Bahnhofsumbau Pottenbrunn unter Betrieb)
GZU-Gleis 5: 2,557 km (Bahnhofsumbau Pottenbrunn unter Betrieb)
GZU-Gleis 6: 2,337 km (Bahnhofsumbau Pottenbrunn unter Betrieb)
GZU-Gleis 7: 2,332 km
GZU-Gleis 9: 2,661 km
Summe 32,962 km
Die Büros ILF-Linz, Tecton Consult Engineering ZT GmbH (ehemals Eggenfellner & Partner), IBBS ZT – GmbH (ehemals Dipl.-Ing. Buschan) und Stoik & Partner ZT-GmbH (ehemals Bmstr. Ing. A. Stoik) sind als Team Westbahn für die gesamte Güterzugumfahrung St. Pölten / Abschnitte Ost, Mitte und West vom Bf. Pottenbrunn bis zur Einmündung in den Knoten Rohr sind als Team Westbahn beauftragt. Die Bearbeitung der Eisenbahnstreckenplanung des Knoten Wagrams erfolgte zu 100% durch das Büro Tecton Consult Engineering ZT GmbH
Streckenplanung :
Einreichprojekt gem. EisB § 36
Ausschreibungs- und Ausführungsprojekt (zu 95% fertiggestellt)
NÖ
€ 82,5 Mio (Unterbau inkl. Brückenbau)