Wien Hauptbahnhof: Konstruktiver Ingenieurbau

Wien Hauptbahnhof – Anlage Ost

Strecken Wien Südbf. (Ost) – Staatsgrenze
n. Nickelsdorf u. Wien Südbf. (Ost)– Laa/Thaya
Strecke Wien Südbf. – Staatsgrenze nach
Spielfeld-Strass
 

Der neue Hauptbahnhof dient der Schaffung eines Durchgangsbahnhofs samt Verknüpfung der Eisenbahnstrecken aus allen Richtungen (Westbahn, Südbahn, Pottendorfer Linie, Ostbahn Richtung Bruck/Leitha, Ostbahn Richtung Laa/Thaya bzw. Nordbahn).

Der Abschnitt „Anlage Ost“ (AO) beginnt nach der Brücke über die verlängerte Mommsengasse und verläuft nach dem östlichen Weichenkopf der Verkehrsstation und der Brücke über die Ghegastraße in westlicher Seitenlage zur Arsenalstraße in Richtung Süd-Osten. Das Ende der Anlage Ost ist nach der Gudrunstraße im Bereich der Querung der Autobahn A23 bei Ostbahn Bestand-km 2.190 erreicht.

WICHTIGSTE MASSNAHME
Das Bahn-Infrastrukturprojekt erstreckt sich 
über eine Länge von 6 km. Auf insgesamt rund 100 km Gleisen werden über 300 Weichen eingebaut. Im Herzstück, der Verkehrsstation, werden 5 Inselbahnsteige mit 10 Bahnsteigkanten errichtet. Im Süden und im Osten schließen Betriebsgleisanlagen an die Verkehrsstation an, die so genannte Anlage Süd und die Anlage Ost.
 
Das Bahn-Infrastrukturprojekt erstreckt sich über eine Länge von 6 km. Auf insgesamt rund 100 km Gleisen werden über 300 Weichen eingebaut. Im Herzstück, der Verkehrsstation, werden 5 Inselbahnsteige mit 10 Bahnsteigkanten errichtet. Im Süden und im Osten schließen Betriebsgleisanlagen an die Verkehrsstation an, die so genannte Anlage Süd und die Anlage Ost.

Verkehrsstation:

  • Objekt 270: Fernkältezentrale: Länge ca. 130 m, unter dem Gleisgeschoß
  • Objekt 271: Stützmauer zwischen Argentinierstraße und Mommsengasse, Winkelstützmauer ca. L=130 m, Höhe ca. 8,5 m

Anlage Ost:

  • Objekt 470 und 471: Stützmauern zwischen Mommsengasse und Ghegastraße links und rechts der Bahn: Winkelstützmauern Gesamtlänge ca. 436 m, Höhe durchschnittlich ca. 6 m
  • Objekt 402 und 403: Bahnbrücken über die verlängerte Ghegastraße: 3 Eisenbahnbrücken (insgesamt 6 Gleise) als zweifeldrige Rahmenkonstruktion. Stützweiten ca. 17+14 m, Gesamtlänge ca. 31 m und 3 Eisenbahnbrücken (insgesamt 6 Gleise als einfeldrige Rahmenkonstruktion mit einer Stützweite von ca. 25 m
  • Objekt 472: Stützmauer zwischen Ghegastraße und Unterwerfung Ost, Winkelstützmauer ca. L=100 m, Höhe ca. 4 m
  • Objekt 404: Unterwerfung Ost: Rampenbauwerk in offener Bauweise und mit Bohrpfahlwänden, geschlossener Teil in Deckelbauweise mit Bohrpfählen. Gesamtlänge ca. 561 m, Lichte Weite 5,90 m, Lichte Höhe 6,20 m
  • Objekt 405: S80-Unterwerfung: 2 Rampenbauwerke in offener Bauweise und mit Bohrpfahlwänden, geschlossener Teil in Deckelbauweise mit Bohrpfählen inkl. Verzweigungsbereich zu Objekt 404. Länge ca. 972 m, Lichte Weite 5,90 m, Lichte Höhe 6,20 m
  • Objekt 492: Entsorgung Kontamination Dieseltankstelle Ost: Spundwandkästen inkl. Voraushub und Vorsicherung in 2 Baustufen, Gesamtfläche rund 450 m², Sohltiefe ca. 16 m unter Gelände
  • Objekt 476: Stützmauer rechts von Gleis 17: variabler Querschnitt von Sockelmauer bis Winkelstützmauer. tw. aufgesetzte Lärmschutzwand, Länge ca. 673 m, max. Höhe ca. 3 m
  • Objekt 406: Unterführung Zufahrt Autoreisezug: 3 Eisenbahnbrücken (insgesamt 7 Gleise) als einfeldrige Rahmenkonstruktion in Deckelbauweise. Lichte Weite ca. 13 m. Rampenbauwerk großteils in offener Bauweise mit integriertem Pfeiler der Südbahnhofbrücke (Stadt Wien).
  • Objekt 490: Lounge Auto-im-Reisezug: 2-geschossiges Zugangsbauwerk aus Objekt 406 zum Bahnsteig mit Warteraum, Sanitär-, Betriebs- und Technikräumen.
  • Objekt 491: Bahnsteigdach Auto-im-Reisezug: Stahlkonstruktion gemäß ÖBB-Planungshandbuch, Sonderlösung im Autoverladebereich. Gesamtdachfläche rund 4.400 m².
  • Objekt 473: Stützmauer Anschlussbahn Arsenal: Winkelstützmauer, Länge ca. 113 m, Höhe von ca. 1,5 bis 4,0 m, integrierter Kabelkeller für Schaltgerüst
  • Objekt 407: Unterführung Gudrunstraße: Abbruch der bestehenden Tragwerke und Neubau in 2 Hauptbauphasen unter Aufrechterhaltung des Betriebs von Straßenbahn, Straßenverkehr und Eisenbahn. 2 Eisenbahnbrücken (insgesamt 6 Gleise) als zweifeldrige Rahmenkonstruktion mit Stützweiten von ca. 2 mal 16 m, Gesamtlänge ca. 32 m.
  • Objekt 474: Grabenmauer rechts der Bahn: Kombinierte Fertigteil- und Ortbetonlösung auf Basis ÖBB-Regelplanung. Integrierter Kabeltrog für 55-kV-Trasse. Länge ca. 315 m
  • Objekt 475: Grabenmauer links der Bahn: Ortbeton-Grabenmauer gemäß ÖBB-Regelplanung, Gesamtlänge ca. 174 m.
  • Hochbauten: Zugvorheizanlage, Trafostationen und Druckluftzentrale. Statisch-konstruktive Bearbeitung. Architekt: Zechner & Zechner
  • Objekt 207: Bahnbrücken über die Verteilerhalle 2 und Mommsengasse: 10 dreifeldrige Eisenbahntragwerke (6 Gleis- und 4 Bahnsteigtragwerke), Tragwerke in 3 Achsen eingespannt und in einer Achse gelagert, Stützweiten ca. 14+18+20 m, gesamt ca. 52 m.
LEISTUNGEN
  • Vorprojekt Eisenbahn
  • Einreichplanung für eisenbahnrechtliches Verfahren und UVP
  • Ausführungsplanung Kunstbauten
  • Ausschreibungserstellung
  • Detailbauphasenplanung Kunstbauten
  • Planung von Sonderbauwerken: Kabelschächte, Betriebsräume, Signalausleger, Oberleitungsmaste in Sonderausführung etc.
Auftraggeber
ÖBB Infrastruktur AG
Projektgebiet

Wien

Rohbaukosten Netto

ca. € 150 Mio. (Anlage Ost)

Bauzeit

2009-2015