Wien Hauptbahnhof: UVE-Einreichprojekt

Wien Hauptbahnhof

Strecken Wien Südbf. (Ost) – Staatsgrenze

Nickelsdorf u. Wien Südbf. (Ost)– Laa/Thaya

Strecke Wien Südbf. – Staatsgrenze nach Spielfeld-Strass

Der neue Hauptbahnhof dient der Schaffung eines Durchgangsbahnhofs samt Verknüpfung der Eisenbahnstrecken aus allen Richtungen (Westbahn, Südbahn, Pottendorfer Linie, Ostbahn Richtung Bruck/Leitha, Ostbahn Richtung Laa/Thaya bzw. Nordbahn). Das Bahn-Infrastrukturprojekt erstreckt sich über eine Länge von 6 km. Auf insgesamt rund 100 km Gleisen werden über 300 Weichen eingebaut. Im Herzstück, der Verkehrsstation, werden 5 Inselbahnsteige mit 10 Bahnsteigkanten errichtet. Im Süden und im Osten schließen Betriebsgleisanlagen an die Verkehrsstation an, die so genannte Anlage Süd und die Anlage Ost.

Der Bereich des Projekts „Wien Hauptbahnhof“ besteht im Wesentlichen aus 3 Teilabschnitten:

  • „Anlage Süd“ (ehemalige Seite „Südbahn“),
  • „Verkehrsstation“ und
  • „Anlage Ost“ (ehemalige Seite „Ostbahn“ oder auch „Südbahnhof-Ostseite“),

wobei der Bereich „Anlage Süd“ nochmals in 2 Unterabschnitte („Teil 1“ bzw. „Matzleinsdorf“ und „Teil 2“ bzw. „Laxenburg“) geteilt wurde.

Der Abschnitt „Matzleinsdorf“ (MA) bzw. „Anlage Süd – Teil 1“ beginnt am östlichen Ende des Bf. Wien Meidling im 12.Bezirk bei km 3.446 (Südbahn) und verläuft entlang der bestehenden Eisenbahntrassen nördlich und südlich des Bereichs Bf. Wien Matzleinsdorf (sog. Linse Matzleinsdorf = Projekt Umbau Bf. Wien Matzleinsdorf) bis zum westlichen Widerlager der Brücke über die Triesterstraße.

Der Abschnitt „Laxenburg“ (LA) bzw. „Anlage Süd – Teil 2“ beginnt beim westlichen Widerlager der Brücke über die Triesterstraße, zieht sich entlang der Gürtels, über die heute bestehende Abstellgruppe 700, über die Landgutgasse, über den heutigen Traktionsstandort Wien Süd und reicht bis inklusive Brücke über die Laxenburger Straße. In diesem Bereich liegen auch die bereits realisierten Projekte Busbahnhof Waldmanngründe, neues Stellwerk Wien Süd (NSTWS) sowie der Umbau Südtiroler Platz (U-Bahn-Linie 1 und S-Bahn-Station).

Der Abschnitt „Verkehrsstation“ (VS) beginnt nach der Brücke über die Laxenburger Straße im Bereich des westlichen Weichenkopfs, bildet den eigentlichen neuen Bahnhof „Wien Hauptbahnhof“ einschließlich der Brücken über die verlängerte Argentinierstraße und Mommsengasse. Etwa im östlichen Drittel der Verkehrsstation liegt der neue km 0.000 der Südbahn als Ausgangspunkt der Streckenkilometrierungen. 

Der Abschnitt „Anlage Ost“ (AO) beginnt nach der Brücke über die verlängerte Mommsengasse und verläuft nach dem östlichen Weichenkopf der Verkehrsstation und der Brücke über die Ghegastraße in westlicher Seitenlage zur Arsenalstraße in Richtung Süd-Osten. Das Ende der Anlage Ost ist nach der Gudrunstraße im Bereich der Querung der Autobahn A23 bei Ostbahn Bestands-km 2.190 erreicht.

Die beiden Teile der Verkehrsstation „südlich“ und „östlich“ des km 0.000 wurden für die Streckenplanung jeweils den beiden Abschnitten „Anlage Süd“ und „Anlage Ost“ zugeschlagen.

LEISTUNGEN

Für das UVE-Projekt stellte das Büro Tecton Consult Engineering ZT GmbH im Rahmen der Planungsgemeinschaft „Wienerteam“ den Gesamtprojektleiter-Stellvertreter für den Gesamtbereich des Bahninfrastrukturprojekts.

Die Bauphasenplanung für den Gesamtbereich des Bahninfrastrukturprojekts erfolgte im Rahmen der Planungsgemeinschaft „Wienerteam“ in Zusammenarbeit mit dem ZT-Büro Stoik.

Die Streckenplanung der Anlage Ost erfolgt im Rahmen der Planungsgemeinschaft „Wienerteam“ in Zusammenarbeit mit dem ZT-Büro Stoik. Das Gebiet der Streckenplanung erstreckte sich in den Bereich der Verkehrsstation hinein bis zum km 0.000, die Planung der Baufeldfreimachung reichte weitere 200 m darüber hinaus Richtung Anlage Süd.

  • Einreichplanung für eisenbahnrechtliches Verfahren und UVP
  • Planung und Koordinierung der Streckenausrüstung
  • Gewerkübergreifende Grobbauphasenplanung
  • Gesamtkoordination Bauphasenplanung Infrastrukturprojekt
  • Gewerkübergreifende Abschnittsprojektleitung Anlage Ost
Auftraggeber
ÖBB Infrastruktur AG
Projektgebiet

Wien

Rohbaukosten Netto

ca. € 700 Mio.

Bauzeit

2009-2015